Bienenweide
Als Bienenweide wird die Ernährungsgrundlage der Bienen bezeichnet. Aus Blütennektar und dem von Pflanzensaugern abgesonderten Honigtau bereiten die Bienen den Honig als Kohlenhydratnahrung. Dieses Aufkommen verschiedenartiger Nahrungsquellen wird in seiner Masse als Tracht bezeichnet. Eine gute Nektar- und Honigtautracht ist die Grundlage für hohe Honigerträge. Eine ausreichende Pollenversorgung sichert den ständigen Nachschub an jungen Bienen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit eines Volkes. Pollen ist für die Erzeugung der Brut von großer Bedeutung, stellt aber auch eine wichtige Voraussetzung für die Anlage eines Eiweiß-Fett-Polsters und damit die Überwinterungsfähigkeit bei den im Spätsommer schlüpfenden Bienen dar.
Im Astfelder Raum ist das Trachtangebot für Bienen sehr vielfältig. Während der Frühlingsmonate ist erst mit der Blüte der Weide, später mit Löwenzahn-, Obstbaum- und Rapsblüte als Haupttracht zur rechnen. Es können aber noch verschieden Nebentrachtquellen, wie z.B. Johannis- und Stachelbeere, von Sammlerinnen angeflogen werden.
Zu den Sommertrachtpflanzen gehören Robinie, Kastanie, Linde, Faulbaum, Klee, Ackersenf, Phacelia, Luzerne, Bärenklau, Heide, Brom- und Himbeere. Neben verschiedenen Honigtaulieferaten (Fichte, Tanne, Kiefer, Ahorn, Linde und Eiche) stellen sie die Grundlage für den spät im Bienenjahr zu erntenden Sommerhonig dar. Seine Zusammensetzung wechselt aber ständig, da ihm schwankende Nektar- und Honigtauangebote zu Grunde liegen, was seine Farbe, den Geschmack und das Aroma entscheidend beeinflusst.
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